Das Museum des Deutsch sprachigen Judentums, Zentrum des kulturellen Erbes der Jeckes

Das Open Museum Tefen im Industriepartk in Unter-Galiläa behrbergt unter seinem Dach eine Reihe von Museen: das Kunstmuseum mit wechselnden Ausstellungen israelischer Künstler, der Skulpturenpark mit einer Sammlung von über 100 Objekten, das Museum der Industriekunst, die Sammlung antiker Autos, sowie ein besonderes Museum, das dem Deutsch sprachigen Judentum gewidment ist – das Zentrum der Tradition der Jekkes.

 

Der Industriepark Tefen, ebenso wie andere Industrieparks in Tel Chai, Lavon, Dalton und Omer, wurde auf Initiative von Stef Wertheimer mit dem Ziel errichtet, die Industrie in der Peripherie des israelischen Staates zu fördern, indem Orte der Kultur und Kunst mit Industriezentren verknüpft werden – eine Verbindung aus Schöpfen und Schaffen.

 

Der Museum für das Deutsch sprachige Judentum – Zentrum Zentrum des kulturellen Erbes der Jekkes – wurde zunächst im Jahr 1970 von Israel Shiloni s. A. in den Räumen der Stadtverwaltung von Naharija gegründet. Im Jahr 1991 zog das Museum in den Industriepark Tefen um. 2004 schlossen die Leitung des Museums und die Leitung der Organisation der Einwanderer aus Mitteleuropa einen Kooperationsvertrag, ein Jahr später wurde das neue Museum eingeweiht.

 

Das Museum erzählt die prachtvolle Geschichte des mitteleuropäischen Judentums in Deutschland, Österreich und der Tschechei bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Darüber hinaus prästentiert das Museum ausführlich den Beitrag der "Jekkes" im vorstaatlichen Eretz-Israel in verschiedenen wichtigen Bereichen sowie den Einfluss deutscher Kulturträger auf die Gestaltung des westlichen Charakters des Staates Israel.

 

Die Ausstellung im Museum ist thematisch aufgebaut. Interaktive Installationen zu verschiedenen Themen wie Industrie und Handel, Architektur, Medizin, Recht und Bühnenkünste wurden nach intensiven Forschungsarbeiten von Experten zusammengestellt. Diese Installationen vermitteln dem Besucher diese Themen in klarer und spannender visueller Sprache mittels authentischer Fotografien und Filmclips.

 

Das Museumsarchiv beherbergt Urkunden, Briefe, Fotografien und zahlreiche Gegenstände, die dem Museum gespendet wurden, damit sie bewahrt werden und Wissenschaftlern aus Israel und dem Ausland zur Fortsetzung der Erforschung des Deutsch sprachigen Judentums zu dienen.

 

Die Museumsbibliothem umfasst 5.000 Bände, zumeist in deutscher Sprache, die ein umfassendes Bild der schriftstellerischen Aktivitäten im Bereich Prosa, Dichtung und wissenschaftlicher Forschung der Juden Mitteleuropas vermitteln.

 

Im Museum werden nach Voranmeldung Filme gezeigt, die eigens vom Open Museum produziert wurden und die Aktivitäten der Jekkes dokumentieren.

 

In den Ausstellungsräumen werden Arbeiten des in Berlin geborenen Radierungskünstlers Hermann Struck (1876-1944) gezeigt. Die Ausstellung konzentriert sich auf seine künstlerische Tätigkeit während seiner in Haifa verbrachten Lebensjahre. Darüberhinaus zeigt die Ausstellung Materialien aus dem persönlichen Nachlass des Künstlers, eine großzügige Leihgabe von Micky Bernstein.

 

Das Museum erstreckt sich auf zwei Etagen über eine Fläche von 400 m2. Es steht ein Aufzug zur Verfügung.

 

Leiterin und Kuratorin des Museums: Ruthi Ofek

Vorsitzender des Kommittees für das Kulturelle Erbe: Katriel Zimet

Raum- und Ausstellungsgestaltung: Dudi Gal

Leiterin des Archivs: Nili Davidson

 

Das Museum ist Sonntag bis Donnerstag von 09.00 bis 17.00 Uhr und Samstag von 10.00 bis 17.00 Uhr für das Publikum geöffnet.

 

Freitags öffnet das Museum für Gruppen nach Vorbestellung. Bitte wenden Sie sich an die Abteilung für die Vorbestellung von Besuchen unter 04-9109609 oder 04-9109611.

 

Das Archiv des Museums für das Deutsch sprachige Judentum, Zentrum des kulturellen Erbes der Jekkes erreichen Sie unter 04-9109614